Mobile Wohnbegleitung

Die mobile Wohnbegleitung wendet sich an Mieter und Vermieter, um mit sozialpädagogischer Beratung und Begleitung gefährdete Wohnverhältnisse zu erhalten, Zwangsräumungen zu vermeiden oder, bei drohender Gefährdung, das Mietverhältnis bereits präventiv zu stabilisieren. Die Gefährdung ist zumeist durch Mietrückstände, Störungen des Hausfriedens oder Verwahrlosung der Wohnung bedingt. Als Ursachen sind bei den Mieterinnen und Mietern häufig persönliche Krisen festzustellen, die durch Arbeitslosigkeit, fehlende Planungskompetenz, interkulturelle Konflikte, gesundheitliche oder psychische Beeinträchtigungen entstanden. Die mobile Wohnbegleitung versucht diese Problemlagen gemeinsam mit dem Mieter und im gemeinsamen Interesse beider Mietparteien zu überwinden. Mit dem Erhalt des Mietverhältnisses werden für die Mieter/innen weitere soziale Probleme erspart und im Interesse des Vermieters die Mietverpflichtungen eingehalten sowie zusätzliche Kosten für eventuelle Räumung und Neuvermietung vermieden.

Die Mobile Wohnbegleitung wird in der Regel vom Vermieter in Auftrag gegeben. Nach Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit der Landeshauptstadt Hannover, werden die Kosten der Maßnahme von Stadt und Region Hannover zu insgesamt 50 % übernommen.
Analog zur ambulanten Nachgehenden Hilfe findet die Beratung und Begleitung im Wohnumfeld der Mieter/innen statt. Dabei wird die konkrete Bedarfssituation erfasst, ein verbindlicher Maßnahmeplan erstellt und die Mieter/innen bei der Umsetzung begleitet. Die Mobile Wohnbegleitung des Karl-Lemmermann-Hauses umfasst bei Bedarf / auf Wunsch auch eine Geldverwaltung zur Sicherstellung der Zahlung von Miet- und Mietnebenkosten sowie anderer Verpflichtungen und die Vermittlung an kooperierende Fachstellen. Die geleisteten Hilfen werden regelmäßig dokumentiert und mit Mieter und Vermieter kommuniziert.

Weitere Informationen zur Mobilen Wohnbegleitung der Landeshauptstadt Hannover finden hier